Die Kirche und die Gläubigen

„Ich möchte versuchen, die Lehren der Geschichte denen nahe zu bringen und deutlich zu machen, die ihrer in der Gegenwart bedürfen, den Pietisten und Nichtpietisten, den Freunden dieser eigenartigen (= von eigener Art) Frömmigkeit wie ihren Gegnern und Verächtern, den Geistlichen wie den Laien.

Denn in Betrübnis sehen wir, dass viele Pietisten gerade in die Fehler verfallen, die für die Geschichte des Pietismus so verhängnisvoll geworden sind, nämlich vor allem in die Neigung zur Separation von der Kirche, in eine krankhaft-mystische Frömmigkeit und in den Enthusiasmus mit seiner gefährlichen Vollkommenheitslehre und seiner ungesunden Zukunftsschwärmerei. Vor solchen Irrwegen bewahrt kein Disputieren und Streiten, sondern einzig der Geschichte ernstes Mahnwort. Sie zeigt uns edle Männer und Frauen, die geirrt und gefehlt haben, und die nun der Nachwelt zurufen: Folgt mir nicht nach!

Aber auch der Kirche Irren und Fehlen, die Sünden der Geistlichkeit und des staatlichen Regimentes, die Härte und der blinde Hass von Unwissenden und Unverständigen sind auf ihren Blättern geschrieben, zur Mahnung an die welche heute im Dienst der Kirche arbeiten, oder in ihr und im Staat regieren. Sie lehrt die Geschichte mit grösserer Sorgfalt und Zartheit die Gewissen zu schonen und die Freiheit des persönlichen Glaubens zu schützen, Sorge zu tragen, dass in den weiten Hallen der Kirche nicht nur die Lauen und Gleichgültigen, sondern auch die Gläubigen Raum haben und sich wohl fühlen, auch diejenigen Gläubigen, die vermehrt Bedürfnisse nach Gemeinschaft und Erkenntnis haben, damit sie, denen unstreitig viele Gaben anvertraut sind, mit denselben arbeiten und wirksam sein können, zum Heil der Kirche und zum Wohl der Gemeinden.“

W. Hadorn, Geschichte des Pietismus in den Schweizerischen Reformierten Kirchen, Konstanz und Emmishofen, im Vorwort, Seite VIII und IX.

A great miracle

„At the heart of church teaching is something countercultural: You are enough. You don’t A great miracle Confirmation planneed to seek anyone’s approval. You don’t need to change or to look a certain way in order to feel good enough. To people who ask us if they will do, our message is clear: God, who created you, has made you precisely who you are – and He is ceaselessly calling out to you.“

A great Miracle, Confirmation Plan

 

„Es gibt Licht genug
für die, welche nichts anderes
wollen als sehen

und Dunkelheit genug
für die, welche eine entgegengesetzte
Veranlagung haben.“

 

Blaise Pascal, Pensées
Zitat gefunden in einem Lebensbild von Paul Takashi Nagai
Abgedruckt im Mitteilungsblatt 2 19 der Stiftung Bruder Klaus

Das Zanken lobe ich nicht

„Das Wissen in Glaubensdingen lobe ich, aber das Zanken lobe ich nicht. Denn es gibt keinen Zank ohne Ehrsucht; es steht ausser allem Zweifel, dass es beim Zanken nur um Ruhm und Ehre geht. Wenn nun Ruhmbegierde so viel Uneinigkeit erzeugt, dann fehlt die Liebe vollkommen. Wo aber die Liebe fehlt, ist alles aufgeblasen.“

Aus: Huldrych Zwingli, Kommentar über die wahre und falsche Religion (Von der Obrigkeit), in: Zwingli, der Theologe, Band II, Zürich 1963, 242.

220px-Ulrich-Zwingli-1