Das Böse

„Das Böse ist ein Produkt menschlichen Verhaltens, nicht ein im Kosmos inhärentes Prinzip.“ N. M. Sarna, Unterstanding Genesis, 1976, 27.

Was ist das Böse? Eine eigene Kraft und Macht? Sozusagen eine (notwendige) Gegenkraft zu Gott? Denn wo es keine Dunkelheit gibt, gibt es kein Licht? Oder ist es die Abwesenheit des Guten, ein Manco sozusagen, ein Fehlen des Wesentlichen? Ein Verdrehen und zerstören der Wahrheit und des Guten? Die Schlange im Paradies: Ist sie ein Teil des Menschen oder eine eigenständige Kraft von aussen?

[Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. …
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

J.W. Goethe, Faust I, Mephisto zu Faust

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