Happy?

„The only thing keeping you from beeing happy is the belive, that you are alone.“

Anna Draper in MadMen, S2.Ep12: The Mountain King

Ja. Geht mir so.
Bereits die kleine Übung, mir vorzustellen und in Erinnerung zu rufen,
dass ich NICHT alleine bin, hilft enorm.
Da sind andere Menschen die mich echt und von Herzen unterstützen.
Da ist Jesus, der sagt: „Ich bin IMMER bei dir.“

Happy?
Happy!

Das Böse

„Das Böse ist ein Produkt menschlichen Verhaltens, nicht ein im Kosmos inhärentes Prinzip.“ N. M. Sarna, Unterstanding Genesis, 1976, 27.

Was ist das Böse? Eine eigene Kraft und Macht? Sozusagen eine (notwendige) Gegenkraft zu Gott? Denn wo es keine Dunkelheit gibt, gibt es kein Licht? Oder ist es die Abwesenheit des Guten, ein Manco sozusagen, ein Fehlen des Wesentlichen? Ein Verdrehen und zerstören der Wahrheit und des Guten? Die Schlange im Paradies: Ist sie ein Teil des Menschen oder eine eigenständige Kraft von aussen?

[Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. …
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

J.W. Goethe, Faust I, Mephisto zu Faust

Wie tief ist der Abgrund der Lüge

  1. Wie tief ist der Abgrund der Lüge
    den Jesus im Sterben enthüllt!
    Wie strahlend die Wahrheit der Schriften,
    die er für uns leidend erfüllt!
    Die Sünde zerreisst unser Leben
    uns lässt unsere Gewissen nie ruhn:
    Das Gute zu wollen kann heissen
    schlussendlich das Böse zu tun.
  2. Wir richten und moralisieren
    und legen so manch eine Last
    auf uns und auf andere Menschen,
    weil keiner ins Bild hinein passt.
    Wir suchen den wahrhaften Menschen,
    wir möchten es selber auch sein –
    doch endet dieses Wollen stets wieder
    im bitter verlogenen Schein.
  3. Doch wunderbar einfach führt Jesus
    aus all diesem Suchen hinaus,
    er erzählt vom barmherzigen Fremdling
    und macht aus den Worten ein Haus,
    worin wir uns staunend bewegen
    und endlich es fassen und sehen:
    Die Liebe ist nicht was wir machen,
    sie gibt uns den Platz, wo wir stehen.
  4. Denn wenn wir am Strassenrand liegen,
    geschlagen, der Kräfte beraubt,
    wenn all unser Wissen und Wollen
    im Dreck eines Alltags verstaubt,
    kommt Jesus mit helfenden Worten,
    so klar und so frisch wie der Wind,
    und labt die verzerrten Gesichter,
    so gut wie die Mutter ihr Kind.
  5. Ja, Jesus hat allen beim Vater
    ein ewig Zuhause bereit!
    Sein Wort ist der Grund für ein Leben,
    das frei ist und offen und weit!
    Denn wenn wir im Wissen und Meinen
    uns sichern aus eigener Kraft,
    schickt Jesus den Geist seiner Liebe,
    der Freude und Opfermut schafft.
  6. Drum gehen wir fröhlich und sorglos
    ins Werk eines Tages hinein
    und bitten den Herrn um die Gabe,
    dem Nächsten ein Nächster zu sein.
    Wir glauben, wir hoffen auf Jesus,
    der gottgleich uns Menschen sich weiht,
    dass er unser Schaffen und Ringen
    von Sünde und Unrecht befreit.

 

© Paul Bernhard Rothen, 1983
Zum Gleichnis vom Barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37)

Thesen für das Evangelium

In einem Gespräch sind wir auf einige Grundsätze gestossen. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob es so stimmt und ob es überhaupt sinnvoll ist, dass zu verallgemeinern. Darüber Nachdenken möchte ich aber, weil es als Handlungs- und Haltungsrichtlinie hilfreich sein kann.

  1. Jesus wartet, bis die Bedürftigen zu ihm kommen.
    Jesus geht nicht durch die Strassen und sucht die Kranken, damit er sie heilen kann. Er klopft nicht an die Türen, um Besessene zu finden.

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